Eine der ältesten künstlerischen Formen der öffentlichen Darbietungen ist die Straßenkunst, zu der unter anderem Akrobatik, Clownerie, Jonglage, Pantomime, Feuerartistik, Straßenmusik oder auch Pflastermalerein gehören. Die Bühne, auf der die Akteure ihre Kunst präsentieren, ist die Straße – immer mit der Betonung auf „Kunst“: Denn nur wenn die Show eines Straßenkünstlers wirklich gut ist, wird sie von den Zuschauern auch als Kunst gesehen. D.h. ein Straßenkünstler, der von seiner Kunst leben möchte, muss Aufmerksamkeit erzeugen und kleine wie große Zuschauer auf eine Reise durch die Welt der Akrobatik, Musik, Magie und Abenteuer mitnehmen können.

Nach ihrer Aufführung gehen die Künstler mit dem Hut durch das Publikum. Die Zuschauer entscheiden dann, ob und in welcher Höhe sie den Straßenkünstler für seinen Auftritt entlohnen wollen – das ist das sogenannte „Hutgeld“. Auch auf Straßenfestivals, wie z.B. das Augsburger La Strada, zu denen die besten Künstler eingeladen werden, ist das Hutgeld Teil der Gage und Anerkennung zugleich für die Künstler.